Infowerkstatt Hochbau

Die zweite Infowerkstatt im Jarrestadt-Infotreff stand im Zeichen der Gebäude: Dr. Sebastian Hoyer und Wolfgang Zimpel (iTUBS) sprachen darüber, wie in der Bauforschung vorgegangen wird, die Quellenlage in der Jarrestadt – und welche Erkenntnisse sie bislang sammeln konnten. Anhand vieler bebilderter Beispiele wurden Einblicke in die Forschungsmethoden sowie in die Originalsubstanz der Jarrestadt, typische Schadensbilder und Sanierungsmöglichkeiten gegeben. Dabei wurde deutlich, dass es sich bei Sanierungen in der Jarrestadt meist um eine „Sanierung der Sanierung“ handelt. Patentrezepte wurden in Frage gestellt – und auf die Wichtigkeit einer individuellen „Behandlung“ jedes Gebäudes verwiesen.

Der Prozess Bestandsforschung bis hin zum Sanierungskonzept ähnele dem Fitnesscheck eines 100jährigen Menschen: Mit dem typischen medizinischen Vorgehen Anamnese – Diagnose – Therapie.

Viele Anwesende stellten Nachfragen und berichteten von den Gebäuden, in denen sie leben. Sowohl iTUBS als auch das Denkmalschutzamt baten darum, dieses Wohn-Wissen über die Gebäudehistorie und bauliche Veränderungen weiterhin proaktiv zu teilen, um die Bestands-Dokumentation zu unterstützen. Bei Snacks und Getränken gab es im Anschluss die Möglichkeit, in den Austausch zu gehen.